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Geschichte des Göschenhauses
„Ich glaube ich habe mir einen Zuwachs an Gesundheit und Leben erkauft
in einem artigen Gebäude und einem Garten in einer der schönsten
Gegenden der Welt.“
Mit diesen begeisterten Worten schildert Göschen in einem Brief an
Wieland seinen Landsitz. Im Jahre 1795 erwarb Göschen in Hohnstädt
bei Grimma ein Pferdnergut. Für den landwirtschaftlichen Betrieb
setzte er einen Wirtschafter ein. Das Wohnhaus nutzte er als Sommersitz.
1798 erfolgte längs der Straße der Straße der Neubau
eines Wirtschaftsgebäudes, das außer der Wohnung des Wirtschafters
Pferde- und Kuhstall und im Obergeschoß eine Reihe kleiner Gästezimmer
enthielt.
Im alten Wohnhaus wurde eine größere Gartenstube zu ebener
Erde geschaffen.
Weitere Um- und Ausbauten folgten 1853 und nach 1900, so dass dem heutigen
„Göschenhaus“ der ursprüngliche Charakterdes baüerlichen
Wohngebäudes nicht mehr anzusehen ist. Bis 1934 Eigentum der Nachkommen
Göschens, wurde es von der nachfolgenden Besitzerin Frau Renate Sturm-Franke
nach und nach wieder im Stil der Göschenzeit ausgestaltet. Zeitweilig
nahm es die Heimarstube Hohnstädt in seinen Räumen auf.
1967 ging das Göschenhaus per Schenkung an die damaligen „
Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten für klassische deutsche
Literatur“ über.
Das „Stadtgeschichtliche Museum“ Leipzig hatte das kleine
Museum ab 1979 in seiner Obhut.
Seit 1995 gehört das Göschenhaus der Stadt Grimma.
Ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen das gesamte Jahr über
bereichert seither wieder das kulturelle Leben der Stadt Grimma und der
Muldental-Region.
Biedermeierzimmer | Bild
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Die ehemalige Gartenstube mit dem Tonofen von 1798 wird um 1900 durch
Einziehen einer Wand ihre jetzige Größe erhalten haben.
Möbel, Hausrat und Textilien sollen den Wohn- und Lebensstil der
Biedermeierzeit widerspiegeln. Der Bücherschrank birgt eine Sammlung
von Göschendrucken, daneben Werke von und über Seume.
Bäuerliche Sammlung
In einem Anbau an das Wohnhaus befindet sich eine Sammlung bäuerlichen
Hausrats des 18. bis 20. Jahrhunderts.
Kaminzimmer
Das Zimmer war zu Göschens Zeit noch mit sechs Fenstern
und einer Balkendecke ausgestattet.
Heute finden hier die beliebten K-K-K Nachmittage (Kultur bei Kaffee und
Kuchen), literarische Kaminplaudereien und Adventskonzerte statt.
Seumezimmer | Bild
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Ein ehemals verandaartiger sechseckiger Anbau von 1853 ist mit klassizistischen
Möbeln und einigen Originalstücken aus Seumes Besitz ausgestattet. Bilder zeigen Porträts von Seume, Ansichten von Hohnstädt ,
wie er es gesehen hat, sowie sein Grab in Teplitz.
Auf gezeichneten Landkarten
sind Seumes Reisen dargestellt.
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